Walnussbaum Mythologie

In der Mythologie hat der Walnussbaum immer eine große Rolle gespielt. Unter anderem galt der Walnussbaum im deutschen Volksglauben als Lebensbaum und wurde oft bei der Geburt eines Kindes gepflanzt. Aber mehr noch galt der Glaube, das unter dem Walnussbaum der Teufel und die Verstorbenen leben. Dieser Glaube ist darauf zurückzuführen, das durch die wachstumshemmenden Stoffe in den Blättern unter Walnussbäumen schwer eine Vegetation möglich ist. Die Walnuss galt im christlichen Glauben als Zeichen der Dreieinigkeit. Der zarte Kern galt als das Fleisch Christi, die fleischige, pfeffrig schmeckende Fruchthülle als das Leiden Christi und die harte Fruchtschale als das Holz des Kreuzes. Bei den Germanen galt der Walnussbaum als Fruchtbarkeitssymbol, gewidmet der Liebesgöttin Fro. Man nahm an, das durch Walnüsse die Manneskraft gesteigert würde. Man verschenkte zu Hochzeiten Walnüsse oder warf diese als Zeichen der Fruchtbarkeit vor die Füße des Brautpaares.

Heute wird der Walnussbaum vielfältig verwendet. So nutzt man Blätter und Schalen zum Färben oder verräuchert die Blätter, ähnlich wie Wacholder und Weihrauch, im Reinigungsritual um Räume und Krankenzimmer zu reinigen.

 
 
 

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