Mistel - Mythos und Volksglaube

Um die Mistel ranken sich viele Mythen und Sagen. Früher war die Pflanze den Menschen unheimlich, hatte sie ja auch kein Kontakt zum Boden. Man glaubte, die Mistel kam aus dem Himmel von den Engeln bzw. bei den Germanen von den Himmelsgeistern. Die Mistel musste besonders behandelt werden. Ein Sammeln der Mistel war nur bei Vollmond durch den höchsten Priester möglich.

Man band einen Mistelzweig in Stall und Haus, um Unheil von dem Gebäude fernzuhalten. Die Mistel wurde von den Schamanen verräuchert um das Böse zu vertreiben. Die Mistel war Inbegriff von Fruchtbarkeit. Wenn man sich unter einer Mistel oder Mistelzweig küsste, so sollte man sich niemals wieder trennen.

Die Mistel ist eine Pflanze mit eigenen Gesetzen. Wo Pflanzen normalerweise Dunkelheit zum Keimen brauchen, braucht die Mistel Licht. Auch folgt die Mistel nicht der Schwerkraft, Ihre Zweige wachsen in alle Richtungen. Die Früchte der Mistel reifen im Winter, wenn alles lieblos und kahl ist.

In der heutigen Medizin hat man die Mistel wiederentdeckt und setzt die Mistel heute gegen allerlei Leiden ein. Hoffnung gibt es bei der Krebsbehandlung. Einige Tumorarten haben in klinischen Studien auf Mistelinjektionen negativ reagiert. Also hat die Mystik der Pflanze noch kein Ende...vielleicht doch eine Pflanze die uns die Engel gebracht haben ?

 
 
 

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